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Neurologie_Klausur_Sommersemester_2007

(08.01.2009 12:12 Uhr | Ältere Version)
'''LÖSUNGEN "FETT" ohne Gewähr! Wenn Ihr anderer Meinung seid, verbessert die Lösung oder schreibt sie unter "Diskussion".'''

'''1.''' Hinsichtlich der Polyneuropathie gilt '''nicht''':

'''a) Im Regelfall finden sich gesteigerte Muskeleigenreflexe.'''

b) Mit Elektromyographie und Elektroneurographie lassen sich die demyelinisierende und die axonale Forme der Polyneuropathie unterscheiden.

c) Sie kann durch einen Diabetes mellitus verursacht werden.

d) Ein Symptom autonomer Polyneuropathien sind Blasenstörungen



'''2.''' Ein 62-jähriger Patient erwacht um 8:00 mir einer hochgradigen Hemiparese rechts und einer Aphasie. Die Ehefrau versichert dem Notarzt glaubhaft, dass die Symptome am Vorabend noch nicht bestanden hätten. Um 9:00 trifft der Patient auf der Stroke Unit ein. Im kraniellen nativen CT demarkiert sich eine ausgedehnte Hypodensität, welche fast das gesamte linke Mediastromgebiet inklusive der Stammganglien einnimmt. Außer einem Nikotinabusus sind keine relevanten Vorerkrankungen bekannt. Welche Aussagen treffen zu?

1) Die Symptomatik ist mit dem CT-Befund vereinbar

2) Der CT-Befund ist mit einer großen intrazerebralen Blutung vereinbar

3) Eine systemische Lysetherapie ist zu erwägen

4) Die systemische Lysetherapie erfolgt durch eine hochdosierte intravenöse Heparingabe


a) Nur Aussage 1 trifft zu

b) Nur Aussagen 1 und 4 treffen zu

c) Nur Aussage 2 trifft zu

'''d) Nur Aussagen 1 und 3 treffen zu'''



'''3.''' Im Dienst stellt sich Ihnen eine 35-jährige Patientin mit stärksten Cephalgien, Übelkeit und Erbrechen sowie Temperaturen bis 39° vor. In der Untersuchung finden sie eine psychomotorische Verlangsamung und einen mittelgradigen Meningismus. Die native CT zeigt ein leichtgradiges generalisiertes Hirnödem. In der Liquordiagnostik finden sich 3000 Zellen/Mikroliter. Welches Prozedere ist anhand der vorliegenden Informationen unmittelbar einzuleiten?

a) Gabe von antiviralen Substanzen

b) Angiographie der Hirnbasisgefäße

'''c) Antibiotikagabe'''

d) MRT-Bildgebung



'''4.''' Welche Aussagen zum akuten Schlaganfall treffen zu?

1) Ischämien im Territorium der A. cerebri media können mit einer brachiofazial betonten Hemiparese einhergehen.

2) Ischämien im Territorium der A. cerebri posterior links können mit einer homonymen Hemianopsie nach rechts einhergehen.

3) Eine Amaurosis fugax des linken Auges resultiert typischerweise aus eine Ischämie im rechten Posteriorstromgebiet.

4) Akut aufgetretene Doppelbilder in Kombination mit einer Hemiparese und Bewusstseinsstörungen sind mit einer Hirnstamm-Ischämie vereinbar.


'''a) Nur Aussagen 1, 2 und 4 treffen zu.'''

b) Nur Aussagen 2 und 3 treffen zu.

c) Alle Aussagen treffen zu

d) Nur Aussagen 1 und 2 treffen zu.



'''5.''' Zur Bestätigung der klinischen Verdachtsdiagnose "Carpaltunnelsyndrom" wird am häufigsten herangezogen:

a) CT

b) Ultraschalldiagnostik

c) Muskelbiopsie

'''d) Elektroneurographie'''



'''6.''' Welche Erkrankung führt '''nicht''' zu choreatiformen Bewegungsstörungen?

'''a) M. Pick'''

b) M. Wilson

c) Lupus erythematodes

d) Neuroakanthozytose



'''7.''' Ein 45-jähriger Mann ohne vaskuläre Risikofaktoren erkrankt plötzlich mit heftigem Drehschwindel, Erbrechen und Schweißausbruch. Er hält seinen Kopf sehr ruhig, weil jede Bewegung die Symptomatik verschlimmert. Der Patient ist bewusstseinsklar und zeigt bei der neurologischen Untersuchung einen Spontannystagmus nach links und eine Fallneigung nach rechts. Worum handelt es sich am wahrscheinlichsten?

'''a) Neuropathia vestibularis rechts'''

b) Kleinhirninfarkt

c) Basilarismigräne

d) Hirnstamminfarkt



'''8.''' Welche Aussage zum Wallenberg-Syndrom trifft '''nicht''' zu?

'''a) entsteht fast immer durch einen Verschluss der A. meningea media'''

b) beginnt häufig mit plötzlichem Schwindel

c) kontralateral besteht eine dissoziierte Sensibilitätsstörung

d) homolateral besteht ein Horner-Syndrom



'''9.''' Die folgenden Angaben zum Liquor eines Patienten lassen am ehesten auf welches Krankheitsbild schließen? Klares Aussehen, Zellzahl 200/Mikroliter, lymphozytär, Eiweiß normwertig, Glucose normwertig.

a) bakterielle Meningitis

b) tuberkulöse Meningitis

'''c) virale Meningitis'''

d) Polymyositis



'''10.''' Bei einem Patienten mit Neglect nach links vermuten Sie als wahrscheinliche Ursache eine abgelaufene cerebrale Ischämie im Versorgungsgebiet der

a) A. cerebri posterior rechts

'''b) A. cerebri media rechts'''

c) A. cerebelli posterior inferior rechts

d) A. cerebri anterior rechts



11. leider nicht lesbar (abgeschnitten), geht um Sinusvenenthrombose



'''12.''' Welche Aussage trifft '''nicht''' zu? Symptom der frischen einseitigen peripheren Fazialisparese ist/sind:

a) Störung des Augenschlusses

'''b) Hypakusis'''

c) Störung des Stirnrunzelns

d) Geschmacksstörungen



'''13.''' Eine 56-jährige Patientin schildert pochende Schmerzen im Bereich der Schläfen. Die rechte A. temporalis ist druckschmerzhaft. Im Labor zeigt sich eine BSG-Erhöhung. An welche Erkrankung ist zu denken?

a) Miller-Fisher-Syndrom

b) Migränekopfschmerz

c) M. Wilson

'''d) Riesenzellarteriitis'''



'''14.''' Welche Aussage trifft '''nicht''' zu? Eine Parese des N. oculomotorius führt zu einer/einem:

'''a) Exophthalmus'''

b) fehlenden Akkommodation

c) Ptosis

d) mydriatischen Pupille



'''15.''' Welcher der folgenden Befunde ist für eine Multiple Sklerose '''am wenigsten''' charakteristisch?

a) periventrikuläre Entmarkungsherde im MRT des Kopfes

b) verlängerte Latenz visuell evozierter Potenziale

c) oligoklonale Banden im Liquor

'''d) Abschwächung des Reflexniveaus'''


Anmerkung zu Aufgabe 2:
Für eine Lysetherapie ist es schon zu spät, da nicht sicher ist,
wann in der Nacht die Symptome begonnen haben.
Also eher Lösung a!

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