MediWiki Uni Köln

Notbetrieb

Zur Startseite

Klausur_Allgemeinmedizin_SS06

(24.07.2006 17:17 Uhr | Ältere Version)
Bitte ergänzen!
* Nennen Sie den klassischen Manifestationsort des Ulcus cruris venosum:
:Innenknöchel bzw. zwischen Innenknöchel und Achillessehne

* Nennen Sie die klassischen Manifestationsorte von Ulzerationen bei pAVK:
:Akral im Zehenbereich, Prätibial, lateraler Unterschenkel

* Nennen Sie die drei Stadien der Wundheilung bei sekundär heilenden Wunden in der richtigen Reihenfolge:
:1. Exsudationsphase, 2.Proliferationsphase, 3. Regenerationsphase

* Nennen Sie Ursachen für extravertebrale Kreuzschmerzen:
Urolithiasis, Aortenaneurysma, Pankreatitis, Uterus myomatosus

* Was bedeutet eine 30% Punkt-Prävalenz für Kreuzschmerzen?

* Nennen Sie Warnzeichen (Red Flag) beim Symptom Kreuzschmerz:
:<20 oder >50 Jahre, verstärkt trotz Therapie, adäquates Trauma, neurologische Ausfälle, Fieber, Steroid-Anamnese, schlechter AZ, Osteoporose, Tumor, c.P.

* Erklären Sie die Berechnung und die Bedeutung des Begriffes NNT:
:NNT = Number needed to treat
:Anzahl der Personen, die behandelt werden muss, um ein untersuchtes Ereignis zu verhindern.Berechnung: 1 / Absolute Risikoreduktion (ARR)
:CAVE: Nur bei signifikanten Studien bestimmbar! Auf den untersuchten Studienzeitraum achten!

* Nennen Sie die Vorteile beim Einsatz von Leitlinien in der allgemeinmedizinischen Praxis:
:Strukturierte Anwendung bietet gleich bleibende hohe Qualität der Behandlung der Patienten in Köln, Hamburg oder München oder auf dem Land. Keine Abhängigkeit von möglicherweise veralteter persönlicher Erfahrung. Erfahrene Experten lenken das Augenmerk auf wichtige und signifikante Krankheiten und Therapien und liefern valide Daten zur Wirksamkeit.

* Nennen Sie einige kritische Punkte beim Einsatz der evidence based medicine:
:Schützt nicht vor fatalen Fehlern (Lipobay; Vioxx; Betxra etc...), Studien mit Substanzen ohne Patentschutz werden aus Kostengründen seltener durchgeführt. Medikamente für Bereiche in denen nur wenige Kranke, und damit nur wenig Umsatz gemacht wird, werden kaum von der Pharmaindustrie durchgeführt. Studien mit Kindern werden wegen der umfangreichen Auflagen kaum durchgeführt. Publikationsbias, d.h. es werden mehr Studien mit „positiven“ Ergebnissen veröffentlicht, als solche mit „negativen“ oder ohne signifikante Unterschiede. Die Studienteilnehmer sind selten Nieren- Leberinsuffizienz, Multimorbide, Non-Compliant, Dement, über 80 Jahre oder Alkoholkrank. Nicht unwesentliche Erkrankungen der tagtäglichen Praxis.

* Welchen zusätzlichen wöchentlichen Kalorienverbruach empfehlen Sie in der Primärprävention?
:2000 kcal Mehrverbrauch/Woche

* Ab welchem BZ-Wert sind körperliche anstrengende Tätigkeiten nicht indiziert?
:Keine körperlich Belastung bei BZ unter 72 mg/dl, kein Sport bei BZ > 300 mg/dl.

* Mit welchen maximalen systolischen Blutdruckwerten müssen Sie bei Patienten unter maximaler körperlicher Belastung rechnen?
:300-400 mmHg (?)

* Welche Diagnosen stehen am häufigsten im Zusammenhang mit dem Vorwurf eines Behandlungsfehler beim Hausbesuch?
:Myokardinfarkt und Appendizitis.

* Nennen Sie die wichtigsten Medikamente (möglichst viele) in der Arzttasche zur parenteralen Anwendung:
:Furosemid, Promethazin (z.B. Atosil), Ambroxol, Metoclopramid, Diazepam, Haloperidol, Theophyllin, Atropin, Terbutalin (z.B.Bricanyl), Urapidil (z.B. Ebrantil), Adrenalin, Prednisolon (z.B. Solu-Decortin), Scopolamin (z.B. Buscopan), Lidocain 1%, ASS pro inject (z.B. Aspirin i.v.), Dextrose, Dimetinden (z.B. Fenistil) Dimenhydrinat (z.B. Vomex), Tramadol, Morphin.

* Beschreiben Sie die Bedeutung des Hausbesuches für Hausarzt und Patient:
:Die Vorteile des Hausbesuchs sind der Einbezug der Angehörigen und Pflegenden und vor allem das Erleben des sozialen Rahmens, die „erlebte Anamnese“. Durch den Hausbesuch ergeben sich klarere Vorstellungen vom Alltag des Patienten und seiner Bezugspersonen sowie von Problemfaktoren seiner Erkrankung. Hinweise auf die Versorgungssituation, Alltagskontakte aber auch Informationen zu Non-Compliance, Alkoholmißbrauch oder Inkontinenz kann der Arzt gewinnen. Von größter Bedeutung für die Koordinationsfunktion des Hausarztes ist das Gespräch mit Angehörigen und Pflegediensten vor Ort.


Bewertungsregeln: partiell richtige Antwort 1 Punkt, überwiegend richtige Antwort 2 Punkte, vollständig richtige Antwort 3 Punkte.

Höchstpunktzahl 45 Punkte.

]

Dateien

Templatelinks

Pagelinks

Externe Links

Notbetrieb mit freundlicher Unterstützung von Infozelt Webdesign