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Köln_Antonius_Unfallchirurgie_2006a

(12.07.2006 02:02 Uhr | )
==Daten==
{|
|-
|'''Klinik''' || St. Antonius KH Köln, Bayenthal
|-
|'''Stadt''' || Köln
|-
|'''Fachrichtung''' || Chirurgie
|-
|'''Tätigkeit''' || Famulatur
|-
|'''Zeitpunkt''' || 2006
|-
|'''Chefarzt''' || Dr. Cramer (Unfallchirurgie), Dr. Meyer (Allgemeinchirurgie)
|-
|'''Bundesland''' || D-Nordrhein-Westfalen
|}

==Arbeitsklima==
* '''Note:''' 2 - gut
* '''Kommentar:''' Das Arbeitsklima war insgesamt sehr angenehm. Famulanten sind gerne gesehen. Vom Großteil der Ärzte freut sich, wenn ein Famulant vorbeischaut und stellt sich gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.

==Weiterbildungsangebot==
* '''Note:'''
* '''Kommentar:''' Speziell gab es -außer einer Fortbildung für Unfallchirurgen in Deutz, zu der ich zwar hätte mitkommen können, aber es nicht wahrgenommen habe- keine. Für mich war der erste Einblick in die Chirurgie schon Fortbildung genug.

==Forschung==
* '''Note:'''
* '''Kommentar:''' keine

==Arbeitszeit==
* '''Note:''' 1 - sehr gut
* '''Kommentar:''' Der Tag beginnt um 7:30 mit der Röntgenbesprechung. Wer um diese Zeit schon aufnahmefähig ist, sollte sich auf jeden Fall in die erste Reihe stellen. Ich wurde von den Chefärzten -trotz meiner Müdigkeit- immer wieder dazu ermutigt. Auch wenn hier alles im Schnelldurchlauf geht, ist es eine gute Möglichkeit, seinen Blick für Frakturen zu trainieren, und die Ärzte haben sich trotz aller Eile immer die Zeit genommen, wenigstens noch ein paar Worte zum Bild zu verlieren, auch wenn ich mal wieder keine Ahnung hatte, auf was ich eigentlich achten soll...
Frühstücks- und Mittagspause konnte ich mir frei einteilen und habe es meistens davon abhängig gemacht, wieviel in der Ambulanz los war oder was so auf dem OP-Plan stand.
Der Tag endet mit einer weiteren Röntgenbesprechung um 16:00.
Die Karnevalstage durfte ich mir frei nehmen, ohne am Ende noch was dranhängen zu müssen. Auch wenn man sonst irgendwelche Termine hat, ist es kein Problem, nach netter Ankündigung, mal etwas später zu kommen oder früher zu gehen.

==Bezahlung==
* '''Kommentar:''' Natürlich, kein Geld. Die Preise für Essen in der Cafeteria waren, soweit ich mich erinnere, human. Ich wurde meistens von den Schwestern mit zuviel bestelltem Essen für die Patienten versorgt, was sicher nicht schlechter war als das in der Mensa...

==Karriere==
* '''Note:''' 3 - befriedigend
* '''Kommentar:''' Ein junger Assistenzarzt erzählte mir, dass er im Vergleich zu Freunden schon relativ viele OPs machen konnte. Dafür ist es aber auch Aufgabe der Ärzte (OÄs & CÄs natürlich ausgenommen), sämtliche Verbände auf Station zu machen... Da ist man dann zum Teil schon mal den halben Tag mit Visite und "Pflaster-aufkleben" beschäftigt...

==Ausbildung==
* '''Note:''' 2 - gut
* '''Kommentar:''' Ich habe -rein interessensbedingt- die meiste Zeit mit den Unfallchirurgen verbracht. Hier empfiehlt es sich, sich an Herrn Dr. Cramer zu hängen, wenn er seine BG- oder Privatsprechstunde hat. Er scheucht dann für euch die Schwestern, alle alten Röntgenbilder zu besorgen, lässt sie euch studieren und Therapievorschläge abgeben. Da ich zum Zeitpunkt meiner Famulatur noch kein Chirurgie hatte, habe ich am Anfang selten einen Treffer gelandet, aber sie häuften sich mehr und mehr, weil er sehr eindrucksvoll, präzise und praktisch alles bereitwillig erklärt hat.
Selten war ich wirklich fest als "Hakenhalter" bei OPs eingeteilt; wenn ich zum zugucken gekommen bin, wurde ich aber oft von den Assistenten gefragt, ob ich was dagegen hätte, für sie zu übernehmen, damit sie ihren Paperkram erledigen können. Ich habe das fast ausnahmslos gerne gemacht, weil fast alle Chirurgen sehr ausführlich erklärt haben, was sie da gerade tun, übrigens fast immer von sich aus unter der Annahme, einfach mal bei Null anfangen zu müssen. So bekam selbst das große Rätsel "Leistenkanal" (dank OA Dr. Bette) seine ganz eigene Faszination...;)
Wer auch mal nähen will, kriegt ganz sicherlich die Gelegenheit dazu, sowohl im OP als auch in der Ambulanz. Es hängt allerdings wirklich von eurem Engagement ab. Ich habe nachgehakt und wurde, nach einem halben Tag "Bananen-zunähen", unter dem amüsierten Blick eines Assistenzarztes auf meine erste Platzwunde losgelassen...

==Betreuung==
* '''Note:''' 2 - gut
* '''Kommentar:''' Wie oben beschrieben war ein Großteil der Ärzte immer gerne bereit, mir Dinge zu zeigen und zu erklären. Natürlich gab es einige, die daran weniger Interesse hatten, aber dank größtenteils freier Zeiteinteilung konnte man dem meistens sehr gut aus dem Weg gehen und wirklichen Leerlauf gab es selten. Und wenn es wirklich mal so gar nichts gab... stellt euch einfach mal in der Ambulanz bei den Internisten vor. Da kann man dann seine Blutabnahme- und Zugänge-Legen-Künste bis zum Abwinken üben und perfektionieren...

==Fazit==
* '''Gesamtnote:''' 2 - gut
* '''Abschließender Kommentar:''' Insgesamt war ich sehr zufrieden mit meiner Famulatur. Die "seltenen" Erkrankungen kriegt man im Antonius-KH sicher um so seltener zu sehen, aber dafür hatte ich am Ende das Gefühl, die "häufigen" Erkrankungen oft sicher diagnostizieren zu können und fühlte mich mit den Verfahren gut vertraut. Für alle Chirurgie-Interessierten sicherlich ein schöner Einstieg! Für alle die, die lieber Internist werden wollen: eine gute Möglichkeit, sich mit den wichtigsten chirurgischen Fällen vertraut zu machen.
Für Interessierte: Das Krankenhaus ist dabei, eine interdisziplinäre Station bei diabetischen Fußproblemen zu etablieren.

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