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Unfallchirurgie_Klausur_WS_0506

(05.07.2006 16:16 Uhr | Ältere Version)
'''Frage 1:'''

Welche Aussage zur Kniegelenkuntersuchung ist richtig?

# Mit "Schubladenphänomen (Lachman-Test)" wird ein spezifischer Test der Kollateralbandstabilität bezeichnet.
# Die Kniegelenkpunktion nach Kniedistorsion gehört auch ohne klinisch nachweisbaren Erguss zur Routinediagnostik.
# Die Röntgenaufnahme in einer Ebene reicht zum Ausschluß einer Fraktur.
# Die Kernspintomographie ist eine gute Erweiterung der Diagnostik bei unklarem Kniebinnenschaden und wird in der Regel einer Arthroskopie vorgeschaltet.
# Das hintere Kreuzband reißt häufiger als das vordere Kreuzband.

''Richtig: Aussage 4''


'''Frage 2:'''

Ein Patient war bei einem Auffahrunfall mit dem linken Knie gegen das Armaturenbrett gestoßen (deutliche Prellmarke) und wird nun sediert, intubiert und beatmet in die Notaufnahme gebracht. Der Notarzt berichtet über einen initial deutlich nach hinten verschobenen Schienbeinkopf. Der linke Fuß ist kälter als der rechte.

Welche Aussage ist '''falsch?'''

# Sie untersuchen das Knie: Lachman-Test, Kollateralbandprüfung, Ergussprüfung.
# Die Oberflächensensibilität lässt sich bei diesem Patienten in der Notaufnahme zunächst nicht klären.
# Eine MRT- Untersuchung hat in der Notfallsituation untergeordnete Bedeutung im Vergleich zu den anderen diagnostischen Maßnahmen: Konventionelles Röntgen, Sono Abdomen und Angiographie.
# Der linksseitige Fußpulsverlust lässt sich durch die Zentralisierung des Kreislaufes bei der schweren Verletzung ausreichend erklären.
# Wenn der Patient kreislaufinstabil ist und sonographisch freie Flüssigkeit im Abdomen nachweisbar ist, wird zunächst der lebensbedrohliche Zustand behandelt und danach die Extremitätenverletzung.

''Falsch: Aussage 4''


'''Frage 3:'''

Welche Aussage zur Anlage einer Thoraxdrainage bei Hämatopneumothorax ist richtig?

# Kleine Schnitte ermöglichen das heute auch für die Thoraxdrainage stets geforderte minimal invasive Vorgehen.
# Wichtig ist ein möglichst tiefer Eintrittspunkt, zum Beispiel der 8. oder 9. ICR, weil eine Verletzung der Lunge so sicher vermieden werden kann.
# Zur Entlastung des Hämatothorax sind Drainagen mit kleinem Durchmesser wegen der geringen Narbenbildung vorzuziehen.
# Am Unfallort ist die Anlage einer Thoraxdrainage zu vermeiden, damit sich der Hämatothorax tamponieren kann.
# Der Spannungspneumothorax muss als lebensbedrohliche Situation unmittelbar durch eine Thoraxdrainage entlastet werden.

''Richtig: 5''


'''Frage 4:'''

Welche Feststellung zur Diagnostik und Therapie in der Notaufnahme ist '''falsch?'''

# Die Spiral-Computertomografie hat die Diagnostikzeiten relevant verringert.
# Bei instabilem Beckenring und anhaltendem Volumenbedarf muss die unmittelbare Anlage einer Beckenzwinge überdacht werden.
# Die Sonografie im Schockraum ist unnötig, weil die anschließend ausgeführte Computertomografie die gleichen Befunde ohnehin darstellt.
# Die Qualität der ärztlichen Behandlung in der Notaufnahme ist abhängig von einer guten Kooperation verschiedener Fachdisziplinen.
# „Damage control“ beinhaltet unter anderem die Fixierung von Extremitätenfrakturen mit einem Fixateur externe in der Notaufnahme, wenn eine instabile Kreislaufsituation eine Verschlechterung durch invasive Maßnahmen erwarten lässt.

''Falsch: 3''


'''Frage 5:'''

Eine 64jährige Hausfrau bemerkt nach dem Bettenmachen, dass der rechte Ringfinger im Endgelenk zur Beugeseite abgewinkelt ist und nicht mehr ganz gerade wird. Sie erinnert sich an keinen Sturz oder Unfall, lediglich beim Einschlagen des Leintuchs habe sie einen Stich verspürt, eine äußere Verletzung liegt aber nicht vor. Was halten Sie für zutreffend?

# Vermutlich liegt eine Fingerfraktur vor. Ich prüfe die klassischen Frakturzeichen wie Krepitation und abnorme Beweglichkeit, dann schicke ich die Patientin zum Röntgen.
# Der Hergang spricht für eine Endgelenksluxation. Ich lege eine Oberst'sche Leitungsanästhesie mit 10ml Scandicain, dann kann ich die Reposition schmerzfrei durchführen. Eine Gipsschiene muss dann noch angelegt werden.
# Der Hergang spricht für einen subkutanen Strecksehnenriss. Die konservative Behandlung hat eine Erfolgsrate von ca. 80%. Eine Röntgenaufnahme ist trotzdem gerechtfertigt und sinnvoll.
# Ich veranlasse eine MRT, denn es gibt noch nicht ausreichende Hinweise, die eine sichere Diagnose ermöglichen.
# Wenn die Strecksehne gerissen ist, muss eine Naht durchgeführt werden, da sich sonst der proximale Sehnenstumpf retrahiert. Der konservative Behandlungsversuch hat eine Misserfolgsrate von ca. 80%.

''Richtig: 3''


'''Frage 6:'''

Wirbelsäulenverletzungen: Was ist richtig?

# Lorenz Böhler gilt als Begründer der modernen operativen Wirbelsäulenbehandlung
# Roy-Camille gilt als Pionier der transpedikul‰ren Fixation
# Die Wolter-Klassifikation der Frakturen an Brust- und Lendenwirbelsäule basiert auf den mechanischen Kriterien Kompression, Distraktion und Rotation
# Die Drei-Säulen-Theorie von Louis ist Grundlage der AO-Klassifikation
# Die ventrale Spondylodese L 3/4 kann thorakoskopisch minimal invasiv ausgeführt werden

''Richtig: 2''


'''Frage 7:'''

Welche Aussage trifft '''nicht''' zu?

# Der Wulstbrüche, Grünholzfrakturen und Übergangsfrakturen sind typische Bruchformen des Kindesalters.
# Nicht dislozierte suprakondyläre Humerusfrakturen können in einer Blount'schen Schlinge behandelt werden.
# Die elastisch stabile intramedullare Nagelung (ESIN) ist ein typisches winkelstabiles Osteosyntheseverfahren für Schaftfrakturen des kindlichen Oberschenkels und des kindlichen Unterarms.
# Jean Prevot entwickelte gemeinsam mit anderen Kinderchirurgen die ESIN Ende der 70'er Jahre am Kinderkrankenhaus von Nancy.
# Mehrfache schmerzhafte Repositionen bei Unterarmfrakturen im Kindesalter sollten vermieden werden, da sich gezeigt hat, dass hierdurch schlechte funktionelle Ergebnisse hervorgerufen werden können.

''3 ist richtig falsch''


'''Frage 8:'''

Welche Aussage trifft zu:

# Der AO-Typ 41-B3 beschreibt einen Impressionsspaltbruch des Schienbeinkopfes.
# Pilon tibiale Frakturen sind in der Regel leicht zu reponieren und können funktionell behandelt werden.
# Der ungebohrte Tibianagel mit Verriegelung kann bei einer 42 C 3 Fraktur nach der Operation voll belastet werden.
# Bei einer Sprunggelenksfraktur vom Typ Weber C ist der Innenknöchel immer mitbeteiligt.
# Bei einer Sprunggelenksverletzung vom Typ Weber B liegt die Fraktur der distalen Fibula oberhalb der Syndesmose.

''Richtig: 1''

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